Geschichtsstunde in der Dorfschule

 

 

 

 

 

 

 

Am 19. Oktober hieß es in der Schulstube: Antreten zur Geschichtsstunde! „Opa“ Horst Müller las aus der Frankenaer Chronik und berichtete von so manchen denkwürdigen Ereignissen aus unserer Vergangenheit. Den mündlichen Test zu den dramatischen Ereignissen während des Dreißigjährigen Krieges bestanden alle „Schüler“ mit Bravour. Aber dennoch erfuhren wir viel Neues. So erlebten die Frankenaer Einwohner im Jahr 1834 einen ähnlich heißen und trockenen Sommer wie wir in diesem Jahr. Bei einem heftigen Gewitter schlug der Blitz jedoch in ein Gebäude ein, ein Feuer brach aus und griff in der Trockenheit auf viele andere Gehöfte über. Der Brand war so verheerend, dass Hilfeleistungen und Spenden sogar aus Berlin eintrafen, um die Not zu lindern. Zum Glück verlief der Sommer in diesem Jahr in dieser Hinsicht glimpflicher!

Jedoch waren nicht alle Geschichten aus der Dorfchronik so dramatisch. Horst Müller musste unterdessen oft zur Glocke greifen und eine Ermahnung aussprechen – aber nicht an die aufmerksamen Zuhörer, sondern an sich selbst! Denn es gab so viel zu berichten und entdecken. Die Chronik, die Horst Müller nun schon seit vielen Jahren gewissenhaft betreut, ist inzwischen sehr umfangreich und gibt Einblicke in das Frankenaer Leben seit der Gründung im 13. Jahrhundert. Wir hoffen daher, dass es noch viele Schulstunden geben wird, zumal noch viele versteckte Schätze auf den Dachböden lagern. Stöbert einmal zu Hause nach!

Zeitensprünge-Projekt: Vom Korn zum Brot

Manch Einwohner mag sich schon gefragt haben, ob die Argrargenossenschaft Zuwachs bekommen hat, denn in den letzten Wochen waren vor allem die jüngeren Frankenaer auf den Getreidefeldern zu finden. Tatsächlich sind Kinder und Jugendliche der Geschichte unseres Dorfen auf der Spur. Im Rahmen des „Zeitensprünge“-Projekts, welches vom Landesugendring Brandeburg initiiert und vom Ministerium für Jugend, Bildung und Sport des Landes Brandenburg gefördet wird, sind wir dem Weg vom Korn zum Brot auf der Spur. Wie wurde früher das Getreide angebaut, geernet und weiterverarbeitet? Wie funktionierte unsere alte Mühle? Wie bäckt man selber Brot? Und wie funktionierte das früher ohne Traktoren und Maschinen? All dass wollen unsereZeitenspringer in den nächsten Wochen und Monaten herausfinden. Erste Ergebnisse wurden beim heutigen Erntedankfest schon vorgestellt. Trotz aller fleißigen Recherche brauchen wir aber auch Hilfe von euch! Liebe Frankenaer, wenn ihr spannende oder wissenswerte Geschichten unserem Thema habt, freuen wir uns über jeden Hinweis!

 

Tag des offenen Denkmals 2018

Bei dem Wort „Geschichte“ befürchten viele Menschen langweilige Jahreszahlen und trockene Fakten. Doch zum Glück lassen sich in der regionalen Historie auch interessante Schicksale und lustige Anekdoten entdecken. So bot der Tag des offenen Denkmals, der in diesem Jahr bereits zum 25. Mal begangen wurde, die Möglichkeit, einmal ganz ungestört die Frankenaer Sehenswürdigkeiten zu erforschen. In der Pantaleonskirche und der historische Schulstube warteten kleine historische Schätze auf die Besucher. So verriet eine alte Postkarte aus der Zeit um 1900, dass ihr Schreiber nach einer fröhlichen Runde mit seinem Fahrrad im Straßengraben gelandet war. Gefährt und Fahrer blieben zum Glück wohlauf.

Wer gern mehr über die Geschichte Frankenas erfahren möchte, muss nicht auf den nächsten September warten, sondern kann Kirche und Schulstube nach Anmeldung das ganze Jahr über besuchen und in alten Erinnerungen stöbern.

Was lange währt, wird gut!

Seit Eröffnung der „Historischen Schulstube Frankena“ hat sich unser Dorfverein „Wir in Frankena e.V.“ um weitere Fördermittel zur Sanierung des Nebengebäudes bemüht. Heute Morgen konnte es nun losgehen…

Nebengebäude_1Dank der Bewilligung von insgesamt 10.000 EUR Fördermitteln durch das LEADER-Programm (Kleine lokale Initiativen), sowie Lottomitteln (Konzessionsabgabe des Landes Brandenburg) können WIR IN FRANKENA das Nebengebäude in seinen ursprünglichen Zustand versetzen. Solche historischen Schulensemble, in denen Generationen ihre Schulzeit verbrachten, existieren in vielen Orten nicht mehr – mündliche Überlieferungen sind oft einziger Anhaltspunkt über vergangene Schulzeiten. Deshalb ist es uns wichtig, das gesamte Schulareal zu erhalten, um nachfolgenden Generationen einen Einblick in das damalige Dorfschulleben zu ermöglichen. Gern setzen wir als gemeinnütziger Verein hierfür auch unsere Eigenmittel ein.

Für die bisherige Unterstützung bedanken wir uns bei:

  • der Stadt Doberlug-Kirchhain
  • der Wohnungsgesellschaft der Stadt Doberlug-Kirchhain
  • dem gesamten Team der LAG Elbe-Elster
  • der Zimmerei Jens Lehmann (Holzbaudienstleistungen, Doberlug-Kirchhain)
  • sowie den vielen Ehrenamtlichen Helfern, die dieses Projekt in dieser Form überhaupt erst ermöglichen

In 2 Projektabschnitten werden wir zunächst das Dach und im Anschluss die Fassade sanieren. Der Anfang ist gemacht.

Nebengebäude_2Über den weiteren Ablauf werden wir gern berichten.

Vielen Dank allen Mitwirkenden für die bisherige Unterstützung! Frankena halt durch!

Wir in Frankena e.V.