Unsere Dorfkirche

Das Kirchengebäude

In der Mitte des Dorfes befindet sich die Pantaleonskirche aus dem 13. Jahrhundert. Schon von Weitem fällt sie mit ihrem wuchtigen Turm und dem eleganten Dachreiter, einer achteckigen Schweifhaube, in den Blick.
 
Vor 1250 erbaut, gehört sie mit zu den ältesten Bauwerken des Kreises. Einer mittelalterlichen Inschrift im Altarraum zufolge ist sie dem heiligen Pantaleon geweiht. Dieser war Leibarzt des oströmischen Kaisers Maximilian und starb im Jahr 306 den Märtyrertod. Als Patron der Ärzte ist er einer der vierzehn Nothelfer der katholischen Kirche. Darüber hinaus gilt Pantaleon aber auch als Schutzheiliger der Franken, welche als Siedler den Ort Frankena gründeten.


 

Im Altarraum befindet sich eine mittelalterliche Inschrift. Übersetzt bedeutet sie: „… und aufgestellt ist dieser Altar zur Ehre des heiligen Pantaleon des Schutzherrn dieser Kirche und auch … der Schutzherrin; und zur Ehre der Heimsuchung der gesegneten Jungfrau Maria, der Maria Magdalena, des Hieronymus und der Jungfrau Barbara. Betet für den Pfarrer der Kirche: Der Turm ist errichtet am zweiten Tage vor dem Fest der heiligen Apostel Petrus und Paulus …“

Die Schröther-Orgel

Die Kirche besitzt eine wertvolle Orgel, 1812 von dem Sonnewalder Orgelbauer Schröther erbaut. Infolge der im Jahr 2006 durchgeführten, umfassenden Restaurierung konnte das ursprüngliche Klangbild von 1812 wiederhergestellt werden. Ebenso wurde versucht, der Orgel ihr möglichst originalgetreues Aussehen zurückzugeben. 


Drei Glocken im Turm

Das kräftige Geläut, aufgebaut aus den Tönen Fis, A und C, besteht aus einer aus dem Jahr 1488 stammenden, bronzenen Marienglocke sowie zwei Stahlglocken von 1922 als Ersatz für die beiden im ersten Weltkrieg eingeschmolzenen, früheren Glocken.
Dreimal am Tag bringt die elektrische Läutanlage die mittlere Glocke zum Klingen: morgens um 8 Uhr, mittags um 12 Uhr und abends um 18 Uhr (in der Winterzeit bereits um 17 Uhr). Am Sonntagmorgen sowie zu den Gottesdienstzeiten ertönt das volle Geläut.

  

Der Altar

Der laut Inschrift auf seiner Rückseite aus dem Jahre 1696 stammende Barockaltar aus der Werkstatt des Lübbener Malers Michael Scharben war 1970 bis auf die drei Bildtafeln weiß übermalt worden. Sie zeigen in klassischer zuordnung zuunterst die Abendmahlsszene, in der Mitte die Kreuzigung Jesu und darüber Jesu Himmelfahrt. Dieses älteste Ausstatungsstück der Frankenaer Kirche verdiente es, möglichst orginalgetreu wiederhergestellt zu werden. Die Restaurierung wurde 2010 von Frau Martina Dürrschmidt durchgeführt.

 

Turmsanierung 2013

Das Gebälk der von außen so solide wirkenden Frankenaer Pantaleonskirche wies, wie fast zufällig entdecktwurde, gravierende teils verdeckte Schäden auf. Balken im Turm, die von Mauerwerk eingeschlossen waren, waren verrottet und hatten ihre statische Funktion eingebüßt Dank großzügiger Förderung von vielen Seiten konnte der Turm umfassend saniert werden.
Hervorzuheben sind die soliden Maurer- und Zimmermannsarbeiten der Firma Heinze. Die zwischenzeitlich abgehängten und in die untere Etage des Turmes hinabgelassenen drei Glocken haben pünktlich zu Weihnachten wieder ihren angestammten Platz eingenommen. Die Turmsanierung war der erste , vermutlich auch schwierigste Schritt zur Sicherung der Bausubstanz der Kirche. In einer zweiten Etappe soll nun das Balkenwerk des Mittelschiffs teils ausgewechselt bzw. die gesunden Teile behandelt und wieder verwendet werden.

  

Dachstuhlsanierung des Kirchenschiffes 2015

2015 bereitete sich die Kirchengemeinde auf die Weiterführung der Dachstuhlsanierung vor. Ein großer Teil der Balkenköpfe im Auflagerbereich war durch Schwamm- und Insektenbefall stark geschwächt und musste ausgetauscht werden. Die wohlwollende Unterstützung des kirchlichen Bauamtes, des Kirchenkreises Niederlausitz und der Denkmalsbehörde haben sich alle am Bau Beteiligten durch eine konstruktive und ergebnisorientierte Zusammenarbeit beim ersten Bauabschnitt Turmsanierung erarbeitet.

Der Gemeindekirchenrat erarbeitete ein Finanzierungskonzept zur Aufbringung des Eigenanteiles in Höhe von 22.000 € für den 2. Bauabschnitt zu erstellen. Das war nicht leicht, da ja schon für die Restaurierung von Schröther-Orgel (2006) und Altar (2010) sowie für die Turmsanierung (2013) erhebliche Mittel eingesetzt wurden. Den Eigenanteil musste die Kirchengemeinde zum großen Teil durch Spenden aufbringen, damit Landeskirche und Kirchenkreis unser Bauvorhaben auch weiterhin großzügig fördern konnten.

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